IFE - Institut für Forsteinrichtung Brandýs nad Labem 
 FW - Forsteinrichtung und Waldökologie 
 IDZ - Informations und datenzentrum 
 NZZ - Nationales Zertifizierungszentrum 
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WER SIND WIR

Forsteinrichtungsinstitut der Tschechischen Republik Brandys nad Labem (FEI) ist eine Staatliche Institution, welche vom Ministerium für Landwirtschaft gegründet und errichtet wurde.

GEGENSTAND DER TÄTIGKEITEN:

  • Durchführung der Waldinventur.
    Die Waldinventur ist die unabhängige Erfassung des Zustandes der Wälder und ihrerEntwicklungen in der Tschechischen Republik. Durch die Waldinventarisierung werdenhauptsächlich die Daten über den Bestandsvorräten, den Waldfunktionen, demGesundheitzustand und der Bestandsstruktur erhoben. Bei der Datensammlung kommen die modernsten Methoden und Geräte zum Einsatz.
  • Anfertigung und Datenverwaltung der Regionalen Waldentwicklungspläne – RWEPinklusive
    Gewährleistung des einheitlichen Waldtypologischen Systems in der Tschechischen Republik.
    Regionale Waldentwicklungspläne stellen die Planungsunterlage (Grundsätze) für die Bewirtschaftung der Wälder in den einzelnen Natürlichen Waldgebieten dar. Sie gehen von demPrinzip der Nachhaltigkeit aus und schaffen die Voraussetzungen für Minimalisierung derKonflikte zwischen den öffentlichen Interessen und den privaten Interessen der einzelnen Waldbesitzer. Sie dienen auch als Grundlage zur Anfertigung der Waldwirtschaftspläne, von den Waldwirtschaftskonzepten und als Förderung im Entscheidungsprozess der Staatsverwaltung.
  • Bereich der Forstwirtschaft und des Jagdwesens in der Tschechischen Republik;Gewährleistung eines funktionierenden Informations- und Datenzentrums
    Das Informations-und Datenzentrum sichert die Führung der zentralen Datenbasis und desArchivs über die Wälder und das Jagdwesen in der Tschechischen Republik inklusive Datenmonitoring und weitereableitbare Informationen. Das wichtigste Ziel ist die laufendeSicherung und Verwaltung der Daten über die Wälder und die Forstwirtschaft und die Zugänglichkeit dieser Daten den Organen der Staatsverwaltung, der forstlichenÖffentlichkeit und der übrigen berechtigten Öffentlichkeit.
 

  • Beratung und Hilfe bei der Durchführung der forstlichen Zertifizierung.
    Forstliche Zertifizierung ist ein Prozess, in dem ein unabhängiger Prüfer bescheinigt, dass dieBewirtschaftung der Wälder bestimmter Standorte, die nachhaltige Bewirtschaftung eingehaltenwird. Das Institut verfügt über ein Nationales Zertifizierungszentrum, dass die Beratung, derInformationsservice und die Dienstleistungen bei der Durchführung der forstlichen Zertifizierung in der Tschechischen Republik anbieten.

In Bezug auf diese Tätigkeiten beteiligt sich das Institut alljährlich maßgeblich an der Erstellung des Waldzustandsberichtes in der Tschechischen Republik und an der Verarbeitung und Interpretation verschiedener Ergebnisse (Analysen). Es werden Methodische Unterlagen, Konzepte und Prognosen erstellt. Am Institut werden einige inländische und internationale Forschungsprojekte durchgeführt. Aktive Mitwirkung im Bereich der Beratung, Methodikerstellung und Aufklärung.

Bei der Durchführung obig erwähnte Tätigkeiten verfügt das Institut über erfahrene Fachleute und spezielle technische Ausrüstung. Durch die aufgezählten Aufgaben ist gewährleistet, dass sich unser Institut bedeutend und maßgeblich an der technologischen Entwicklung im Bereich der Tschechischen Forstwirtschaft beteiligt. Weiters spielt das Institut eine bedeutende Rolle bei der Formierung und Unterstützung der staatlichen Forstpolitik

 

DIE GESCHICHTE DES INSTITUTS.

Die ersten Forsteinrichtungswerke auf dem gegenwärtigen Staatsgebiet wurden ungefähr vor 200 Jahren erstellt. In der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts wurden verschiedene Forsteinrichtunsverfahren bei den einzelnen Großgrundbesitzern entwickelt. Erst die Entstehung der Tschechoslowakischen Republik im Jahre 1918 und darauf folgende Änderungen der Eigentumsverhältnisse regten das Interesse der Republik an der Formulierung und der Zielung der einheitlichen Forstpolitik und Forsteinrichtungsmethodik an.

Im Jahre 1935 gründete das Ministerium für Landwirtschaft eine Forsttaxationskanzlei in Brandys nad Labem als Ersatz für die aufgelösten damaligen Taxationskanzleien der regionalen Direktionen der Staatsforste und Staatsgüter. Durch diese Konzentrierung des Forsteinrichtungsdienstes in eine selbstständige Institution wurde der Grundstein für das heutige Forsteinrichtungsinstitut der Tschechischen Republik Brandys nad Labem - UHUL – FEI - gelegt.

Obwohl das Institut während seiner mehr als 60-jährigen Existenz in Bezug auf die politische und wirtschaftliche Situation des Staates mehrmals den Namen und den Gegenstand seiner Tätigkeit geändert hat, blieben die Stellung im Bereich der Forstwirtschaft und die inneren Strukturen ohne wesentlichen Änderungen erhalten.

In der Zeitspanne bis zum II. Weltkrieg erstellte das damalige Institut die Waldwirtschaftspläne und führte die Immobilenbewertung, sowie geodätische und kartographische Arbeiten für die Staatsforste und die Staatsgüter durch. Seine territoriale Tätigkeit änderte sich durchlaufend in Bezug auf die Umsetzung der ersten tschechoslowakischen Bodenreform und aufgrund der politisch - historischen Entwicklung. (Angliederung der Grenzgebieten der damaligen Tschechoslowakischen Republik an das Deutsche Reich im Jahre 1938 und Entstehung des Protektorates Böhmen und Mähren im Jahre 1939.)

Im Jahre 1941 wurde mit der Waldstandortekartierung begonnen. Kartierte Standortsformen wurden u. a. mittels Waldgesellschaften charakterisiert und für diese Einheiten wurde auch die Zielbaumartenzusammensetzung erhoben. Damit wurde eine Basis der Waldtypologie beim Institut geschaffen. Im Jahre 1942 wurde der Geodätische Dienst beim Institut errichtet. Der Regierungserlass von 1941 und die Durchführungsbekanntmachung wurden ausschließlich von den tschechischen Forstleuten ohne Einmischungen von Seiten der Okkupanten ausgefertigt. Beides bedeutete eine neue biologische Auffassung der Forsteinrichtung mit wichtigen Ökologischen Elementen.

In den Nachkriegsjahren erfüllten die Forsteinrichter hauptsächlich die Aufgaben in Bezug auf die Verstaatlichung der Wälder. Die Erstellung der Waldwirtschaftspläne -WWP- wurde im Rahmen der Aufgaben des Instituts bis nach dem Jahre 1947 durchgeführt. Im Jahre 1956 wurde der zweite Zyklus im Zusammenhang mit der Revision der Waldwirtschaftspläne begonnen. In Bezug auf die Inangriffnahme des dritten Zyklus der Revisionen der Waldwirtschaftspläne im Jahre 1971 wurde mit der systematischen Anwendung der Abrechnungstechnik begonnen und damit eine Basis zur Gründung der Datenbank gelegt.

Laut Erlass des Ministeriums für Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft der Tschechischen Republik Nummer 13 /1978 Sammlung wurde das Institut mit der Erstellung der so genannten Gesamtswaldwirtschaftspläne in 5-jährigen Zyklen beauftragt. Am Ende der 80-Jahre beginnt das Institut mit den Geographischen Informationssystemen (GIS). Die Institutsbeschäftigten haben mit der Entwicklung der tschechischen „GIS - TOPOL“ und mit dem Taxationsprogramm TAX begonnen, welche heute zusammen mit weiteren Ergänzungsprogrammen als gesamtsstaatlich anerkannte und angewendete Werkzeuge zur Datenerstellung in der Forsteinrichtung dienen.

In Bezug auf die Änderungen der Eigentumsverhältnisse nach dem Jahre 1989 hat sich das Institut in den Prozess der Rückgabe (Restitution) des Waldeigentums eingegliedert. Die Aufgabe Waldwirtschaftspläne zu erstellen wurde im Jahre 1997 an Privatfirmen übertragen, bei welchen jetzt manche damalige Spezialisten des Instituts wirken.

Heutzutage ist das Institut mit der Erhebung und Auswertung der Waldinventur, mit der Erstellung und Verwaltung der Regionalen Waldentwicklungspläne, mit der Sicherstellung eines einheitlichen Waldtypologischen Systems und mit der Evidenzhaltung von Daten für die Bereiche der Waldwirtschaft und des Jagdwesens beauftragt. Umfangsreichste ausländische Aktivitäten des Instituts gibt es seit dem Jahre 1958 z.B. in der Mongolei. Seitdem hat das Institut selbständig gearbeitet bzw. hat sich maßgeblich an zahlreichen internationalen Projekten beteiligt. Die Schwerpunkte konzentrierten sich besonders auf die Waldinventarisation und rationelle Waldbewirtschaftung. Es handelte sich um Projekte in Tansania, im Jemen, im Kongo, in Libyen, in Sierra Leone, in Laos, in Kambodscha, in Angola, in Guinea, in Mosambik und einige andere Länder. Auf diese internationalen Aktivitäten des Instituts knüpfen vollendete Entwicklungsprojekte in Kamtschatka und in Marokko an.

 

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Aktualisierung: 27. 6. 2008
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